Im Mai 1945 erfolgte die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches, die Siegermächte USA, Frankreich, England und die Sowjetunion teilten das Gebiet in vier Besatzungszonen auf. Die Besatzungszonen wurden durch Oberbefehlshaber kommandiert, die nur ihrer jeweiligen Regierung gegenüber verantwortlich waren. Die oberste Instanz bildete der Alliierte Kontrollrat in Berlin, die gesamte Gewalt lag in seinen Händen. Die USA, England und Frankreich teilten sich die westlichen Gebiete auf, die Sowjetunion erhielt den Osten ab der Oder-Neiße-Grenze. Der Marshallplan wurde umgesetzt und ermöglichte so den Wiederaufbau in entscheidender Weise. Zwischen 1946 und 1947 gründeten sich die Bundesländer im Westen des Landes. Ferner entstand die Bizone, eine Vereinigung zwischen England und der USA. Die Außenministerkonferenz in London scheiterte, die Sowjetunion brüskierte die Versammlung durch Verlassen der Veranstaltung. Der Graben zwischen Ost und West war gezogen. Am 20. Juni 1948 wurde die Währungsreform eingeführt mit der neuen D-Mark, die Sowjetunion verhängte daraufhin die Berlin Blockade, die Alliierten reagierten mit der Berliner Luftbrücke mit der sie die Großstadt am Leben erhielt.
Ein schwerer Anfang
Den drei Westmächten war klar, dass mit einer Beteiligung der Sowjetunion eine Verwaltung von Deutschland nicht möglich sein würde. Daher legten sie ihre drei Zonen zusammen und boten den Deutschen an, einen Weststaat zu gründen, der nach ihren Vorgaben konzipiert war.
Den Ministerpräsidenten von Westdeutschland wurde von den Alliierten Papiere übergeben zur Bildung eines deutschen Staates. In diesen Papieren waren die Vorstellungen und Vorgaben der Westmächte aufgezeichnet. Zuvor gab es ein zähes Ringen mit den Besatzungsmächten. Die Ministerpräsidenten der besetzten Länder gaben aber nicht nach und setzten einen von den Landtagen gewählten Parlamentarischen Rat ein, der aus 65 Mitgliedern bestand. Den Vorsitz übernahm Konrad Adenauer. In zähen Verhandlungstagen wurde das neue Grundgesetz erarbeitet, Westdeutschland wurde zu einer sogenannten Trizone erklärt. Das Grundgesetz wurde nach langwierigen Überprüfungen und Änderungen von den Alliierten genehmigt, die Berlinblockade wurde von den Sowjets beendet.
Die neue BRD
Mit Inkrafttreten des Grundgesetzes am 24. Mai 1949 war die Bundesrepublik Deutschland gegründet, die Farben schwarz-rot-gold wurden für die Nationalfahne festgelegt, zur Hymne das Lied der Deutschen erkoren und zwar die dritte Strophe. Als Hauptstadt standen mehrere Alternativen zur Debatte, gewählt wurde schließlich Bonn. Der Deutsche Bundestag wurde im August 1949 zum ersten Mal gewählt. Die CDU/CSU gewann, knapp vor der SPD. Elf Parteien fanden den Weg in den Bundestag. Karl Arnold, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, wurde zum Vorsitzenden gewählt. Die Bundesversammlung ernannte Theodor Heuss zum Bundespräsidenten, Konrad Adenauer wird zum Bundeskanzler gewählt.
Was macht der Osten
Am 7. Oktober 1949 rekrutierte sich aus der sowjetischen Besatzungszone einschließlich Teilen Berlins die Deutsche Demokratische Republik. Das Land stand unter dem sowjetischen Protegé und spaltete sich immer mehr vom Westen ab. 1990 wurde die DDR aufgelöst und geht in fünf neuen Bundesländern in der BRD auf.
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